7. Juli 2020

Inu Yasha – Movie 1 – Affections Touching Across Time (DVD)

Originaltitel „Inu Yasha – Toki wo Koeru Omoi“

Einleitung
Red Planet liefert mit Inu Yasha ihr Anime-Debüt. Ebenfalls erscheint bei Red Planet Mobile Suit Gundam Wing und Crush Gear Turbo, so wie die Peanuts.
Der Movie erzählt eine Geschichte von Kagome und Inu Yasha auf ihrem Weg die Splitter des Shikon no Tama zusammen zu suchen, die man nicht in der bei EMA erschienen gleichnamigen Manga-Serie lesen kann.

Aufmachung, Extras und Umfang
Man gelangt nach einer kurzen Introsequenz schnell ins Hauptmenü. Dieses wurde ansprechend gestaltet und eine kleine Animation verbindet die einzelnen Unterpunkte, indem man Inu Yashas Schwert Tessaiga durch das Bild schwingen sieht. Ansonsten arbeitet es sehr flott und fehlerfrei. Schön, dass es auch keine Einschränkung in der Wahl der Sprache während des Filmes gibt.

~> Alles über Inu Yasha (Zusammenschnitt von Inu Yasha Episoden der ersten Staffel als eine Art Inhaltszusammenfassung)
~> Bildergalerie (Slideshow, welche mit Musik untermalt ist)
~> Live-Glossar (Spezielle Begriffe, die während der Filmwiedergabe anhand kurzer Untertitel erläutert werden)

Der erste Kinofilm zu Inu Yasha kommt in einer blechernen Verpackung daher. Allerdings in Form eines Steelbooks, was bedeutet, dass in der Hülle bereits die Halterungen für DVD und Booklet vorhanden sind. Das Cover wurde ebenfalls sehr schick gestaltet und zeigt eine kniende und schussbereite Kagome mit Pfeil und Bogen, dahinter Inu Yasha mit Tessaiga. Der Hintergrund ist in schönem Blau gehalten. Auf der Rückseite gibt es noch drei Screenshots, Covertext und DVD-Daten. Dem Ganzen liegt noch ein dreiseitiges Booklet bei, indem man Infos über „Höflichkeitssuffixe“, „Altertümliches Japan“ und „Spezielle Begriffe“ findet. Alles in Allem eine wirklich sehr gelungene Verpackung und man kann nur hoffen, dass auch die weiteren Movies eine solch edle Aufmachung bekommen.

 

Bild, Ton, Untertitel und Übersetzung
Das Bild wirkt auf den ersten Blick ohne Fehler, diese werden jedoch spätestens bei dunkleren Szenen sichtbar. Zum einen gibt sich öfters mal Bildrauschen zu erkennen und zum Anderen verwischt das Bild bei schnelleren Bewegungen leicht. Bei normalen Licht merkt man davon erst bei sehr genauem Hinsehen etwas.

Zunächst findet man sowohl die japanische als auch die deutsche Fassung in Dolby Digital 5.1 vor. Daneben gibt es noch eine dts Spur, allerdings nur auf Deutsch. Jedoch ist der Unterschied zwischen diesen beiden Varianten eher gering und nicht wirklich auszumachen.

Sowohl für die Untertitel als auch für die deutsche Synchronisation ist das Inu Yasha Fan-Projekt verantwortlich. Dementsprechend sind die Untertitel nah am Original. Gelegentlich sind diese aber nicht ganz einwandfrei zu lesen und in seltenen Fällen ist das Timing etwas schlecht geraten. Löblich ist, dass man anhand einer weiteren Untertitelspur eine Art Live-Glossar gemacht hat, in dem einige Begriffe, die während des Films auftauchen, kurz erklärt werden. Eine recht interessante Idee, die man so öfters realisieren könnte.

Zur japanischen Fassung braucht man eigentlich nicht viele Worte verlieren und ist zudem schon von der TV-Serie bekannt. Bei der deutschen Bearbeitung hat sich allerdings einiges getan. Zunächst fällt auf, dass man viel Wert auf eine richtige Anrede der einzelnen Charaktere gelegt hat und diese recht häufig verwendet werden, was man in der ersten Staffel vergeblich sucht. Zudem wurde die ganze Synchro erwachsener. Da wird schon mal ein Feind richtig übel beschimpft und der ein oder andere Kraftausdruck gebraucht, so wie es ursprünglich sein sollte, aber durch RTL II verharmlost wurde.
Bei den Sprechern wurden dieselben verwendet, wie schon bei den TV-Serie. Nur der Sprecher von Miyouga, dem Flohgeist wurde ausgewechselt, welcher seinen Job genauso gut macht. Ebenfalls hat man auch noch auf eine richtige Aussprache der Namen und Begriffliche geachtet. Man kann also mit dem Ergebnis mehr als zufrieden sein.

 

Film, Folgen und Inhalt
Einst bezwang Inu Yashas Vater den gewaltigen chinesischen Dämon Hyouga und versiegelte ihn. Doch als 200 Jahre später das Shikon no Tama zerbricht, kehrt durch die Kraft eines Splitters das Grauen in Gestalt seines Sohnes Menoumaru zurück. Dieser setzt nun alles daran, sich die verbliebenen Kräfte seines Vaters einzuverleiben, um mit ihrer Hilfe die ganze Welt zu unterjochen. Damit er diesen Plan ausführen kann, bedient er sich zunächst seiner beiden Gehilfinnen Ruri und Hari. Jene sollen nämlich Kagome mit Hilfe eines Juwelensplitters unter Menoumarus Kontrolle bringen, was ihnen dann auch gelingt. Nun soll das auch in die Tat umgesetzt werden und er greift mit Kagome Inu Yasha an, die ihn dann später an den heiligen Baum bannt. Genau wie Kikyô es vor gut 50 Jahren schon getan hatte. Diese erscheint auch gleich und bringt Kagome dazu wieder in ihre Welt zurück zu kehren und nie wieder auf die Idee zu kommen, die Epoche der kriegerischen Staaten zu betreten. Doch durch den Baum sind Inu Yasha und Kagome verbunden und sie bahnt sich ihren Weg mit Pfeil und Bogen durch den Brunnen zu dem Halbdämon. Nun geht es Menoumaru, der schon viele Seelen aufgenommen hat und enorm an Energie gewonnen hat, an den Kragen. Zunächst scheint es aussichtslos, doch mit vereinten Kräften gelingt es den Freunden, ihren Feind zu vernichten.

 

Bemerkungen
‚Affections touching across time‘ ist der erste Kinofilm zu Inu Yasha.
Zum einen gibt es bessere Animationen und Effekte und zum anderen wurde der Zeichenstil etwas abgeändert und wirkt nun kantiger und dadurch erwachsener. Des Weiteren ist die erzählte Geschichte zwar an sich nichts außergewöhnliches, aber sehr schön und atmosphärisch erzählt, dass man seine wahre Freude dran hat. Für Inu Yasha Fans sowieso ein Muss und für alle anderen eigentlich auch.

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8.1

Bild

8.5/10

Ton

8.5/10

Story

8.5/10

Extras

7.0/10
Kyo

Kyo

Im Zeitraum von 2005-2007 war ich bei der Redaktion des ehemaligen Webradio-Projekts "anm.radio" tätig. Nach einer Pause startete das Projekt als Teil des animenmore (e.V.) im Jahr 2009 erneut, bei welchem ich ein weiteres Mal mit unter in der Redaktion tätig war. Nach Auflösung des Vereins in 2015, beschloss ich weiterhin in dieser Art in meiner Freizeit tätig zu sein und startete mein eigenes Projekt mit "Nerdjournal".

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